Welches Kinderfahrrad ist empfehlenswert?

Kinder fahren meist sehr gerne mit dem Fahrrad. Kleine Kinder fühlen sich mit ihrem ersten Fahrrad wie ganz große, für ältere Kinder ist das Fahrrad ein Stück Selbstständigkeit und Individualität. Doch gerade in Zeiten, in denen Discounter billig Kinderfahrräder anbieten, sind Eltern häufig unsicher, wie sie das ideale Fahrrad für ihr Kind finden sollen.

Vorsicht: Giftstoffe in Griffen bei vielen billig Kinderfahrrädern!

Denn ein gutes Kinderfahrrad muss vielen Kriterien genügen. Es sollte stabil, sicher und langlebig sein, aber auch in Größe und Aufbau zum Körperbau des Kindes passen. Eltern, die mit der Fülle an Angeboten überfordert sind, kann ein Blick auf die Testsieger verschiedener Vergleiche von Kinderfahrrädern bei ihrer Entscheidung helfen. Diese Modelle schneiden in Tests deutlich besser ab als die Konkurrenz und dürfen daher in die engere Wahl gezogen werden.

In Tests der Stiftung Warentest (5/2005) und von ÖkoTest (1/2010) wurden in den meisten Kinderfahrrädern gefährliche Inhaltsstoffe u.a. im Kunststoff der Griffe gefunden.

Qualitätsmerkmale von Fahrrädern für Kinder

Wenn Kinderfahrräder getestet werden, müssen sie einigen Kriterien standhalten. Schon bevor es ans Fahren geht, wird der optische Eindruck und die Verschraubung des Rades überprüft. Die einzelnen Elemente müssen sicher und fest verarbeitet sein, damit das Fahrrad stabil und sicher fährt. Dies gilt auch für angebaute Teile wie den Gepäckträger. Bei niedrigpreisigen Modellen ist dieser häufig instabil verschraubt. Bei starker Belastung durch eine Schultasche oder ein mitfahrendes Kind kann er im Ernstfall abbrechen.

Auch das Gewicht der Spielräder spielt in Testberichten eine Rolle. Ein gewisses Gewicht steht zwar für die Qualität des verarbeiteten Materials, allerdings sollte das Kind in der Lage sein, das Fahrrad anzuheben, ohne dabei körperlichen Schaden zu nehmen. In Labortests wird zusätzlich die Haltbarkeit der Kinderfahrräder ausgereizt. Qualitativ schlechte Modelle können schon nach 1000 bis 2000 gefahrenen Kilometern am Rahmen reißen und sind somit ihr Geld kaum wert.

Ein weiteres Testkriterium der Kinderfahrräder ist die Fahrsicherheit. Die Lenkung und die Bremsen werden hierfür ausgiebig überprüft. Ein hochwertiges Kinderfahrrad darf sich bei einer Vollbremsung nicht überschlagen und sollte sicher zu lenken sein.

Ein sehr wichtiges Kriterium sind auch die Inhaltsstoffe die unter anderem in den Griffen stecken. In Tests von Stiftung Warentest und ÖkoTest wurden in vielen Kinderfahrrädern gefährliche Weichmacher und andere Giftstoffe gefunden, welche den Hormonhaushalt des Kindest stören können. Im Test der Stiftung Warentest (5/2005) konnte das Modell von Puky am meisten punkten.

Welches Fahrrad ist das richtige für mein Kind?

Neben den Qualitätsmerkmalen, die in Produkttests untersucht werden, gibt es weitere Kriterien, die Eltern beim Kauf eines Kinderfahrrads beachten sollten. Neben der Qualität spielt wohl die Größe des Fahrrads die wichtigste Rolle bei der Kaufentscheidung. Ein zu großes Rad kann das Fahrradfahren lernen erschweren und das Kind verunsichern. Auch aus Sicherheitsgründen ist die richtige Größe wichtig. Um die Größe des Rades einzuordnen, wird der Durchmesser des Reifens in Zoll angegeben. Gängige Größen für Kinderfahrräder sind die Maße von 12 bis 24 Zoll.

Die richtige Größe für das Kinderfahrrad:

  • Kinder Größe 80 cm – 100 cm: 12 Zoll Kinderfahrrad
  • Kinder Größe 90 cm – 110 cm: 14 Zoll Kinderfahrrad
  • Kinder Größe 100 cm – 120 cm: 16 Zoll Kinderfahrrad
  • Kinder Größe 110 cm – 130 cm: 18 Zoll Kinderfahrrad
  • Kinder Größe 120 cm – 140 cm: 20 Zoll Kinderfahrrad
  • Kinder Größe 130 cm – 145 cm: 22 Zoll Kinderfahrrad
  • Kinder Größe 145 cm – 165 cm: 24 Zoll Kinderfahrrad

Die Größe des Kindes wird der Fahrradgröße zugeordnet, indem die Körpergröße, aber auch die Schrittlänge ermittelt wird. Das kleinste Modell, ein 12 Zoll Kinderfahrrad wird beispielsweise bei einer Körpergröße von 90 bis 105cm und einer Schrittlänge von 36 bis 43cm empfohlen. Dies entspricht meist einem Alter von zwei oder drei Jahren. Des Weiteren ist auch die Rahmenhöhe des Fahrrads ein wichtiger Faktor, denn das Kind sollte selbstständig auf das Fahrrad steigen und vom Fahrrad absteigen können. Sitzt das Kind auf dem Sattel, sollten die Füße noch den Boden berühren.

Ein zu großes Fahrrad ist schlimmer als ein etwas zu kleines. Natürlich wächst das Kind mit der Zeit rein, aber welches Kind möchte schon paar Monate warten bis das Fahrrad endlich sicher benutzt werden kann. Oft kann die Höhe von Sattel und Lenker dem Wachsen des Kindes angepasst werden. Somit kann ein Kinderfahrrad meist für 2-4 Jahre verwendet werden.

Bekannte Hersteller von Spielrädern

Bei der Suche nach einem Kinderfahrrad finden sich viele billige Modelle von unbekannten Herstellern. Doch der Name eines Herstellers, der sich schon seit Jahren im Geschäft hält, steht meist für eine gewisse Qualität. Für Eltern kann dies ein Merkmal sein, das zur Entscheidung beiträgt. Bekannte Hersteller von Kinderfahrrädern sind unter anderem:

  • PUKY
  • Bikestar
  • Hudora
  • Bachtenkirch

Kinderfahrrad Testsieger & Empfehlungen

Die Stiftung Warentest verglich zuletzt in der Ausgabe 5/2005 führende Hersteller von Kinderfahrrädern in einem großen Test. Das Ergebnis war enttäuschend, denn keines der getesteten Fahrräder erreichte eine gute Bewertung. Der Hersteller PUKY überzeugte jedoch mit Fahrsicherheit und -komfort. Auch bei Testberichten anderer Unternehmen erreicht PUKY immer eine der besten Bewertungen. Da sich die Firma auf den Bau von Kinderfahrrädern spezialisiert hat, überrascht dieser Erfolg nicht. Der Marktführer stellt höchste Ansprüche an die eigene Qualität und baut sichere Kinderfahrräder mit neuester Technik und langer Tradition.

Auch bei ÖkoTest (1/2010) sind 9 Spielräder getestet worden. Viele sind auch hier duch Mangelnde Qualität und gefährliche Inhaltsstoffe aufgefallen. Der Testsieger wurde mit Note 1,1 das Kinderfahrrad Puky ZL 18 Alu. Es überzeugt mit Stabilität, Kindgerechten Bremsen, einfachem einstieg und unbedenklichen Inhaltsstoffen.

Empfehlung: Kinderfahrrad Modelle von Puky konnten in zwei unabhängigen Tests überzeugen. Natürlich wurden nicht alle Größen getestet aber man kann davon ausgehen das die Qualität auch bei anderen Fahrradgrößen von Puky auch gut ist. Deshalb ist unsere Kaufempfehlung ein Kinderfahrrad der Marke Puky in der passenden Größe zu kaufen. Auch beim Design gibt es für Mädchen und Jungen schöne Modelle.

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Kinderfahrrad Sicherheit und Zubehör

Ein Kinderfahrrad ist ein super Geschenk fürs Kind, aber bei der ganzen Freude sollte die Sicherheit nicht auf der Strecke bleiben. Ein Fahrradhelm ist das absolute Minimum. Ein Sicherheits-Fahrradwimpel macht im Straßenverkehr auf das Kind aufmerksam und kann Autounfälle effektiv verhindern.

  • Fahrradhelm – Absolutes Muss!
  • Sicherheitswimpel – Gesehen werden von Autofahrern.
  • Kinder Hand, Knie, Ellbogen Protektoren – nur zum lernen verwenden
  • Fahrradlernhilfe-Stange  – Damit haben Eltern das Fahrrad gut im Griff
  • Stützräder – Laut Experten nicht optimal zum Fahrradfahren lernen.
  • Lenkerkorb – Damit auch alles mitgenommen werden kann.
  • Fahrradhupe – Viel lustiger als eine normale Klingel
  • Tandem-Stange – Kinder- fest mit Eltern-Rad verbinden

Wenn vor dem Kinderrad schon mit einem Laufrad das Gleichgewicht halten geübt wurde, ist meist das Fahrradfahren lernen kaum noch nötig. Falls vorher noch mit keinem Fahrzeug experimentiert wurde gibt es einige Hilfsmittel die helfen können.

Fazit:

Vor dem Kauf eines Kinderfahrrads sollten wichtige Kriterien wie Reifengröße und Fahrsicherheit beachtet werden. Testberichte zeigen, dass sich die Investition in ein qualitativ hochwertiges Kinderfahrrad lohnt. Billig Modelle können meist nicht mit Stabilität, Haltbarkeit und Sicherheit überzeugen. Brechende Fahrradrahmen, nicht richtig funktionierende Bremsen und gefährliche Inhaltsstoffe sollte man Kindern nicht zumuten.
Viel Spaß bei der ersten Familien-Fahrradtour

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